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Am Totensonnstag fand traditionell unsere diesjährige Totengedenkfeier im Pfaffengrund statt.

Bürger und die Abgeordneten der Vereine mit ihren Fahnen trafen sich um 10.45 Uhr vor dem Brunnen am Schulplatz.

Gemeinsam marschierte man vor das Ehrenmal an der Auferstehungskirche. Musikalisch umrahmt vom Musikverein und dem Kath. Chor Cäcilia.


Der 1. Vorsitzende des Stadtteilvereins,
Heinz Schmitt, begrüßte die Gäste :

Liebe Pfaffengrunderinnen und Pfaffengrunder,
sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen des Stadtteilvereins Pfaffengrund darf ich Sie alle recht herzlich begrüßen und Ihnen danken, dass sie unserer Einladung gefolgt sind, um heute am Totensonntag unserer Verstorbenen und Vermissten der beiden Weltkriege zu gedenken.

Wir wollen an die Menschen denken, die uns in den letzten Jahren verlassen mussten. Ganz besonders möchten wir aber an die Mitbürger denken, die in den letzten zwölf Monaten von uns gegangen sind und von denen wir Abschied nehmen mussten.

Wir vermissen auch viele engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich in vielen Jahren für die Belange, egal in welcher Weise, in unserem Stadtteil eingesetzt haben.
Sie haben sich um unseren Stadtteil verdient gemacht. Dafür denken wir am heutigen Tage ganz besonders an sie.

Ich möchte hier einige stellvertretend für die vielen nennen,
die uns in den letzten Monaten verlassen haben:

Irene Klimt
Elisabeth Reitgassel
Kurt Balles
Dagmar Dorozola
Stefan Swoboda
Hans Hamberger
Kurt Mohr
Reinhold Leitner
Klaus Dieter Neundorf
Waltraud Ruf

Wir werden all unseren Verstorben ein ehrendes Andenken bewahren.

Auch möchte ich wieder an die Gefallenen der beiden fruchtbaren Weltkriege erinnern, die dabei ihr Leben lassen mussten.
Ganz besonders an die Bundeswehrsoldaten und die vielen ehrenamtlichen Helfern, die ihr Leben an den vielen Kriegsschauplätzen der Welt verloren haben, weil sie die Freiheit der Menschen verteidigen wollten, oder sich für humanitäre Hilfe vor Ort in den Krisenregionen eingesetzt haben. Man kann dies nicht verstehen, dass Sie für ihre Bereitschaft zu helfen mit ihrem Leben bezahlen mussten und trotzdem müssen immer wieder Soldaten in diese Länder, um die Rechte der Menschen zu verteidigen.
Ihren Hinterbliebenen gilt unser ganzes Mitgefühl.

Müssen wir nicht Angst haben, wenn wir uns die Führer der Weltmächte, wie Putin oder Trump anschauen, die nicht bereit sind gemeinsam unsere Welt sicherer zu machen.

Nein es geht Ihnen einerseits um den Machterhalt in der Welt andererseits denkt man, dass solche Führer wie Trump und der Diktator Nordkoreas Kim Jong-un sich einen Spielplatz suchen um Raketen in den Himmel zu schießen und verbale Spielchen mit anderen Regierungschefs zu führen.

Unsere Gesellschaft und Bildung hat sich doch weiterentwickelt – aber bei einigen Menschen sind die Vernunft und die Intelligenz stehen geblieben.

Nein, es wird in dieser Welt immer schlimmer und ausgeprägter, dass Machthaber Menschen unterdrücken oder töten lassen.
Wo soll dies noch hinführen. Manchmal überkommt mich die Angst, dass wir solchen Führern nicht das Handwerk legen können.

Müssen wir dann nicht Verständnis aufbringen für diese Menschen, die aus lauter Angst in Länder fliehen wo es menschenwürdiger zugeht, um ihr Leben zu retten.

Darüber hinaus wollen wir auch an die Männer, Frauen und Kinder denken, die aufgrund ihrer Abstammung, ihrer Hautfarbe oder ihres Glaubens grausam ermordet werden.

Und an die Menschen, die nicht einmal sauberes Wasser haben um ihren Durst zu stillen und zu überleben und elend zu Grunde gehen.

Und denken wir auch an die Millionen Kinder, die jedes Jahr sterben müssen, weil sie nicht genug zu essen bekommen und jämmerlich verhungern müssen.

Wenn wir nur ein Drittel des Geldes, das für Kriegswaffen ausgeben wird, dazu verwenden würden um Entwicklungshilfe zu leisten, dann würden diesen Menschen lernen können zu überleben und nicht an Hunger und Durst zu sterben.

Aber die Waffenlobby ist immer noch zu stark, um dies zu verhindern.
Gerade unser Land müsste mit gutem Beispiel vorangehen
und diesen Waffenhandel stark einschränken.
Denn wir machen uns mitschuldig, wenn wir Waffen und Sprengstoff in Kriegsländer liefern, die ihr eigenes Volk damit dann umbringen oder Attentate in der ganzen Welt ermöglichen.

Da ist ein Land wie der Jemen, in dem 7 Millionen Menschen auf der Flucht sind und Angst um Leben haben müssen, denn sie stehen zwischen den Fronten von Saudi-Arabien und dem Iran.
Wir, die hier stehen, sehen das tagtäglich in den Nachrichten und denken uns, warum die Regierungen der mächtigen Länder da nicht eingreifen können und versuchen Frieden zu schaffen.

Erinnern wir uns dran, wie zerbrechlich doch der Frieden ist,
hat man dies gerade in den letzten Wochen und Monaten auch in Europa gesehen.

Wir müssen hier eine neue Art von Krieg erleben.
Unschuldige Menschen werden Opfer hinterhältig agierender Mörderbanden. Es sind Terroristen, die im Namen eines islamistischen Fundamentalismus zum Kampf gegen die Demokratien, gegen universelle Werte und auch gegen Muslime aufrufen, die ihrer Ideologie nicht folgen.

Hier einige Gewalttaten die wir nicht vergessen sollten, denn sie sind von Menschhand ausgeführt

19.Dezember 2016
Bei einem Terroranschlag in Berlin ist ein Lkw am Breitscheidplatz
in einen Weihnachtsmarkt gefahren.
Zwölf Menschen starben, 48 wurden zum Teil schwer verletzt.

Januar 2017:
Einer der größten Nachtclubs im türkischen Istanbul wird in der Silvesternacht zum Ziel eines Terroranschlags.
39 Menschen sterben, rund 70 werden verletzt.

29. Januar 2017:
Bei einem Anschlag auf ein islamisches Kulturzentrum sterben im kanadischen Québec sechs Menschen und 17 werden verletzt.

22. März 2017:
Fünf Menschen finden bei einem Terrorangriff in der Nähe des britischen Parlaments, sowie auf der Westminster Bridge in London den Tod. Mindestens 20 weitere Personen werden verletzt.

3. April 2017:
Bei einem Anschlag in der Metro in Sankt Petersburg werden mindestens 14 Menschen getötet und etwa 50 verletzt.

22. Mai 2017:
Großbritannien wird wieder Schauplatz des Terrors. Bei dem Anschlag auf das Popkonzert von Sängerin Ariana Grande in Manchester werden 22 Menschen getötet und 116 verletzt.

3. Juni 2017:
Terroralarm in London. Acht Tote und rund 50 Verletzte fordern Anschläge auf der London Bridge .

17. August 2017:
In Barcelona fährt ein Lieferwagen in eine Menschenmenge auf der Promenade La Rambla. Bei dem IS-Attentat sterben 13 Menschen, weitere 120 werden verletzt.

15. September 2017:
Bei einem Terroranschlag in der Londoner U-Bahn werden 30 Menschen verletzt. In einem der Züge explodierte eine Bombe. Todesopfer gab es nicht.

Ich könnte sicher noch einige aufzählen.

 

Jedem von uns könnte in so eine Situation erleben.
Lassen wir uns aber deswegen nicht Angst machen und hoffen, dass uns sowas nie passiert.

 

Wir wollen aber heute auch denen Gedenken, die durch Naturkatastrophen ums Leben gekommen sind, Familien auseinandergerissen wurden und großes Leid über viele Menschen gekommen ist.

Deshalb sollten wir uns immer wieder aufs Neue bewusst machen welch hohes Gut unsere Demokratie für uns darstellt.
Deshalb muss man die freiheitliche Gesellschaft gegen diese Angriffe verteidigen und für mehr Toleranz und gegenseitige Achtung einstehen.
Daher erwähne ich es immer wieder an dem heutigen Tag.

Wir haben das große Glück seit 71 Jahren:

in einem freien Land leben zu dürfen
frei unsere Meinung sagen können,
reisen, wohin wir wollen,
reichlich zu essen und zu trinken zu haben,
über eine sehr gute ärztliche Versorgung zu verfügen
und vor allem haben wir Frieden.

Deswegen ist es ganz besonders wichtig den Menschen zu helfen, die unsere Hilfe brauchen und nicht eine Angst zu schüren, die unbegründet ist.

Das Wort der Altersarmut geistert in unserem Land herum.
Ich glaube aber, dass niemand von uns Hunger und Durst leiden muss.

Niemand muss ohne ärztliche Versorgung auskommen und
niemand muss im Freien schlafen, wenn er das nicht will.
Ein gutes soziales Netz fängt ihn auf.
Natürlich muss man Abstriche machen, denn alles kann der Staat nicht leisten.

Versuchen wir wieder für ein weiteres Jahr, angefangen hier in unserem Stadtteil, in Frieden miteinander zu leben, andere Meinungen zu akzeptieren und keinen Streit zu beginnen, sondern mehr Toleranz gegenüber unseren Mitmenschen zu zeigen.

Helfen auch Sie diesen Menschen die in wirklicher Not sind.

Seien wir aufmerksame Nachbarn, reden miteinander und helfen uns gegenseitig.

Es ist sicher nicht alles so leicht, aber mit gutem Willen schaffen wir es in unserer Gemeinschaft, ohne Angst und Misstrauen zu leben.

Machen Sie den Anfang und gehen Sie auf die Menschen zu.

Danken wir Gott, dass er uns behütet uns begleitet und immer bei uns ist.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit

 

Danach richtete Herr Groß das geistliche Wort an die Anwesenden.

Heinz Schmitt , Udo Eisenacher und Christian Platzek legten anschließend zum Gedenken an alle Toten einen Kranz des Stadtteilvereines am Ehrenmal nieder.

Nach einer musikalischen Darbietung beendete Herr Udo Eisenacher vom Stadtteilverein, die Gedenkfeier und bedankte sich bei den anwesenden Gästen für ihr kommen.